Herzlich Willkommen auf der Internetpräsenz der Initiative #ONLINECOURAGE

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Für mehr Menschlichkeit im Netz!

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Das Internet – kein rechtsfreier Raum…
Artikel 1 im Grundgesetz beschreibt, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist im Artikel 5 des Grundgesetztes verankert. Jeder darf seine Meinung, auch im Internet, vertreten – und das ist gut so. Allerdings wird dabei oftmals vergessen, dass auch das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Es gelten hier ebenso Regeln, wie im „nicht virtuellen“ Leben. Wer über die Stränge schlägt, Lügen verbreitet oder aber andere beleidigt macht sich ebenfalls rechtlich angreifbar.
Nutzung von Social Media…
Die Social-Media Nutzung bestimmen gefühlt immer mehr das Leben eines jeden Einzelnen. Egal auf welcher Plattform – die Möglichkeiten sich mitzuteilen und seine Meinung zu äußern wird immer einfacher und vor allen Dingen immer beliebter. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie mächtig diese Plattformen sind. Das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Digitalverbandes Bitkom, die in Deutschland im April 2020 unter 1.003 Personen ab 16 Jahren durchgeführt wurde, spricht hier eine deutliche Sprache. Insgesamt geben 75 Prozent an, Plattformen wie Facebook, Instagram, Xing, Twitter und Co. in der Zeit seit dem Ausbruch des Coronavirus intensiver zu nutzen. Interessant ist dabei auch, dass diese Aussage nahezu auf alle Altersgruppen gleichermaßen zutrifft: 86 Prozent der 16- bis 29-Jährigen bestätigen dies, ebenso wie 82 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 74 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. Bei 32 Prozent ist immerhin noch jeder dritte Nutzer über 65 Jahren vermehrt in den Sozialen Medien aktiv. Ebenso hat in der Zeit seit Ausbruch der Corona-Pandemie die Nutzung von Messanger-Diensten zugenommen. Insgesamt 82 Prozent der Internetnutzer kommunizieren vermehrt über Whatsapp, Threema, Telegram oder sonstigen Möglichkeiten.
Keine Hemmschwelle bei Beleidigungen…
Könnte man es doch grundsätzlich als ein positives Signal verstehen, wenn Menschen in den aktuellen Zeiten vermehrt miteinander kommunizieren – selbst wenn diese Kommunikation über Social Media stattfindet. Was dabei aber oftmals übersehen wird, ist die Art und Weise dieser Kommunikation. Menschen fühlen sich oftmals gestresst oder einsam. Da bietet das Internet nicht nur die Möglichkeit der gegenseitigen Kommunikation, sondern auch die einfache Möglichkeit, der eigenen Frustration oder den eigenen Ängsten freien Lauf zu lassen. So gibt es scheinbar in den Sozialen Medien keine Hemmschwelle mehr. Vollkommen anonym ist man in der Lage im Bruchteil von Sekunden das Leben einer Person schlagartig zu verändern. Diskussionen werden oftmals nicht mehr konstruktiv, sondern beleidigend geführt – die Meinung des anderen wird nicht mehr respektiert, akzeptiert oder toleriert. Stattdessen wird beleidigt und diffamiert, beschimpft wenn nicht sogar bedroht. Diese Hemmschwelle ist im Internet wesentlich geringer, als dies in einer persönlichen Unterhaltung der Fall wäre. Eine Sache ist vielen Nutzern dabei aber scheinbar überhaupt nicht bewusst: Zurück bleiben Opfer! Personen die öffentlich und vor einem Millionen-Publikum beleidigt oder niedergemacht werden – und zwar ohne Rücksicht auf Verluste.
Beleidigungen kennen keine Zielgruppe…
Egal ob Person des öffentlichen Lebens, Profisportler oder Personen wie Du und ich! Der Trend vor Beleidigungen macht vor keinem Halt. Ist erstmal eine Negativkampagne gegen eine Person gestartet, so entwickelt sich eine gewisse Eigendynamik. Die betroffenen Personen sind scheinbar hilflos den Weiten des Internets ausgeliefert. Völlig ungeniert bilden und finden sich so Gruppierungen, die über einen einfachen Mausklick der Beschimpfung über ein „Gefällt Mir“ Nachdruck verleihen. Oft hilft dabei nur das Löschen des eigenen Profils – was aber bleibt sind oftmals Narben – Narben, die selten ein anderer Mensch sieht. Von jetzt auf gleich wird aus einem ganz normalen Menschen ein Opfer. Opfer, die mit diesen Situationen nicht umgehen können und mit der Art und Weise der Diffamierung überfordert sind.
Die Anonymität macht es einfach…
Der Grund, warum die Hemmschwelle in Social Media oder in Messanger-Diensten für oftmals grenzwertige Äußerungen und Beleidigungen niedriger ist als im echten Leben, ist nach Meinung der Wissenschaftler einfach erklärt. So sagt Wolfgang Schweiger, Professor für Onlinekommunikation an der Universität Hohenheim in Stuttgart, dass durch die Anonymität im Internet die Kontrolle fehle. Diese Anonymität würde Menschen, die im unmittelbaren Kontakt zueinanderstehen, meist davon abhalten, sich beispielsweise zu beschimpfen und zu bedrohen.
Unsere Initiative zeigt Flagge…
Mit unserer Initiative #onlinecourage wird uns es nicht gelingen, die Anonymität oder die Kontrolle im Internet zu verbessern. Wir wollen aber ein Zeichen setzen – Zeichen für ein gemeinsames und respektvolles Miteinander im Netz. Wir stehen für Akzeptanz, Toleranz, Solidarität und Menschlichkeit im gemeinsamen Umgang miteinander. Wir wollen nicht wegklicken, wenn wir sehen, dass Menschen Opfer von Shitstorms oder Bashing-Attacken werden. Wir wollen den betroffenen Personen zeigen, dass wir hinter ihnen stehen und dass die Vielzahl von Menschen im Netz diese kommunikativen Angriffe nicht billigt. Wir würden nicht auf offener Straße wegschauen, wenn Menschen angegangen oder angegriffen werden, daher ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir bei Angriffen im Internet nicht anders reagieren würden. Wir möchten Flagge zeigen und die betroffenen Personen nicht zu Opfern werden lassen! Wir stellen uns respektvoll und konstruktiv auf die Seite derer, die unsere Hilfe und Unterstützung benötigen – und leben unsere Werte aus. Hass und Beleidigungen dürfen weder im echten, noch im virtuellen Leben einen Nährboden erhalten. Zukünftig werden betroffene Personen, die Opfer von Beleidigungen im Internet geworden sind, die Möglichkeit haben, über eine Hotline professionelle Hilfe zur Unterstützung zu erhalten.
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Unsere Schirmherren

Wolfgang Bosbach

WOLFGANG BOSBACH beendete am 24. Oktober 2017 seine politische Arbeit im Deutschen Bundestag, dem er seit 1994 angehörte. Unter anderem war er im Zeitraum von 2000 bis 2009 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für das Ressort Innen- und Rechtspolitik sowie von 2009 bis 2015 Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages. Sein Einsatz für Zivilcourage wurde bereits mit unterschiedlichen Auszeichnungen honoriert.

Fußball bedeutet Spiel und Kampf, Leidenschaft und Emotionen. Gerade wegen dieser Emotionen, ohne die unser Fußball kaum vorstellbar ist, schlagen oft auch die Wellen der sportbegleitenden Kommunikation hoch. Was spricht dagegen? Nichts! Genauer gesagt nichts, solange Hass und Hetze oder gar die Androhung von Gewalt NICHT mit im Spiel sind. Solange Kritik, die durchaus auch einmal hart sein kann, oberhalb der vielzitierten Gürtellinie bleibt. Der Sport betont gerne Werte wie Fairness und Respekt. Und wer das auch für sich selber einfordert, sollte auch anderen so begegnen. 

Wolfgang Bosbach

Schirmherr Onlinecourage.com

Martin Schulz

MARTIN SCHULZ wurde am 14. Dezember 2020 zum Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung gewählt, die sich unter anderem in über 100 Ländern für die Förderung von Demokratie, sozialer Gerechtigkeit sowie für Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit einsetzt.

Unter anderem war er von 2012 bis 2017 der Präsident des Europäischen Parlaments und von 2017 bis 2018 Parteivorsitzender der SPD. Für sein Engagement wurden ihm zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen verliehen.

Wir leben in aufgewühlten Zeiten und wir alle spüren, dass die Veränderungen der letzten Jahrzehnte das Leben für uns alle komplexer machen. Das Internet eröffnet uns ungeahnte Möglichkeiten unser Leben einfacher zu gestalten, es reicher und schöner zu machen uns weltweit so zu vernetzen, dass wir uns nahe sein können, auch wenn wir weit voneinander entfernt sind. Aber es ist auch ein Raum, der durch die Möglichkeit der schnellen und anonymen Verbreitung von Hass, Hetze und Verleumdung, von Drohung, Lüge und Gewaltverherrlichung, beharrlich niederste Instinkte mobilisieren und befriedigen kann. All das erleben wir täglich und wissen zugleich, dass es noch immer eine Minderheit ist, die das Netz so nutzt. Nutzt um Andersdenkende, Minderheiten oder Wettbewerber in übelster Form öffentlich zu demütigen, ja bis zur Gewaltandrohung zu verfolgen. Die überwältigende Mehrheit denkt und handelt verantwortungsbewusst und lehnt diese Exzesse ab, schweigt aber zu oft. Die #ONLINECOURAGE ist eine hervorragende Initiative dieses Schweigen zu beenden und Werte wie Respekt, Toleranz und Würde zur Grundlage der allgemeinen und individuellen Debatte zu machen. Für mich ein großartiges Projekt, dass ich aus voller Überzeugung unterstütze.

Martin Schulz

Schirmherr Onlinecourage.com

Videostatement unseres Schirmherrn Wolfgang Bosbach

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